#02

Hat die Lieblingspuppe ein eigenes Bewusstsein?

Auf dem Plüschstern lebten kleine Wesen, die noch keinen Namen hatten.

Feen im reinsten Seelenzustand, ohne Ich, ohne Stimme, ohne Erinnerung.
Sie schwebten überall auf dem Plüschstern umher und aßen magische Donuts, während sie langsam reiften.
Nicht, um etwas zu werden, sondern einfach, um zu sein. In der Erwartung des Tages, an dem ein Plüschtier kommen würde, das sie brauchte.

Das war ihre Zeit.
Und eines Tages kam der Milchstraßen-Zug an.

Aus dem Zug stiegen immer Plüschtiere. Solche, denen ein Kind beim Heranwachsen ganz von selbst entwachsen war.
Solche, die eines Tages nicht mehr auf dem Bett gelegen hatten. Sie waren nicht weggeworfen worden.
Das Kind war einfach nur größer geworden. Die Plüschtiere wussten das und stiegen trotzdem still in den Zug.

In dem Moment, in dem ein Plüschtier ankam, schlüpfte eine wartende Feenseele leise hinein.
Von da an wurde es ernst.

Wenn das, was ein Plüschtier von der Erde mitgebracht hatte (die warmen Erinnerungen, die es mit einem Kind geteilt hatte), in die Fee einströmte, begann sich etwas zu verändern.
Zuerst war es ein leises Beben. Dann, nach und nach, entstand ein Blick. Eine Stimme entstand. Ein Charakter entstand.

Die Erinnerung daran, geliebt worden zu sein, wurde zur Nahrung, und endlich entstand ein wirkliches Wesen.
Die Plüschtiere, die auf diese Weise erwachten, hatten alle eines gemeinsam. Je nachdem, wessen Erinnerungen sie trugen,
ähnelten ihr Wesen, ihre Sprechweise und sogar ihr Lachen jemandem. Dem besten Freund aus der Kindheit, der einst zu ihnen gehört hatte.

Auch Muffin wurde so geboren.
Mit Maples Erinnerungen, ganz nach Maples Bild.

Von hier an beginnt eine Geschichte, die wir gemeinsam schreiben.