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Prolog: Eines Nachts, in einer Ecke der Küche

Vor der erschöpften Maple erscheint, in ein klares, schimmerndes Licht gehüllt, ein kleines Plüschbärchen.
Und ein Rezeptbuch, fast so groß wie es selbst.

In einem kleinen Dorf eröffnet unsere Heldin endlich das Restaurant, von dem sie so lange geträumt hat.
Menschen mit gutem Essen glücklich machen — mehr hatte Maple sich nie gewünscht.

Doch für jemanden, der zum ersten Mal hinaus in die Welt trat, war es alles andere als leicht, den Laden ganz allein zu führen.
Die unaufhörlich hereinströmende Arbeit, und die hohe Mauer zwischen Traum und Wirklichkeit. Jeden Abend einen tiefen, müden Seufzer auszustoßen, war ehe sie es bemerkte zum festen Bestandteil des Alltags geworden — bis schließlich der Augenblick kam, in dem sie sich fragte, ob sie das Restaurant nicht doch schließen müsse.


Es war in einer dieser Nächte.
Als Maple, zusammengekauert in einer Ecke der Küche, in Gedanken versunken war, erschien, in ein klares, schimmerndes Licht gehüllt, ein kleines Plüschbärchen.
Mit strahlendem Lächeln warf sich das kleine Bärchen in ihre Arme und hielt ihr stolz ein Buch entgegen, das fast so groß war wie es selbst.

Wenn wir dieses Rezeptbuch fertigstellen, sind alle Sorgen von Maple endlich vorbei!

Maple bedankte sich, doch sie konnte nicht anders, als zu fragen.
Warum wolle es ihr denn helfen? Das Bärchen lachte hell auf und meinte, es sei eine Fee und tue doch nur, was selbstverständlich sei. Aber Maple ahnte es leise.
Dieses leuchtende Lächeln — sie hatte es schon einmal gesehen, vor sehr, sehr langer Zeit.

Von hier an beginnt eine Geschichte, die wir gemeinsam schreiben.